Die Aufgabe der Ästhetik

Jürgen Riethmüller

Die Aufgabe der Ästhetik – Versuch einer diskurskritischen Perspektivierung

Merz Akademie
  • Seitenzahl: 875 Seiten
  • Format: 13,8 x 22,4 cm
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN: 978-3-937982-20-5
  • Lieferbar seit Oktober 2008
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Ästhetik ist heute im weiten Feld Feld zwischen Kunsttheorie, der normativen Philosophie ästhetischer Erfahrung und psychologischer Ästhetik ein einigermaßen fragwürdiger Gegenstand geworden. Hochgradig heterogene Diskurse um Kunst, Architektur, Musik, Theater, Philosophie, Psychologie, Design, Pop, Marketing bis hin zur Zahnmedizin erweitern und verwirren die zugehörigen klassischen Theoriebildungen immer weiter. Der eine spricht so von einem aesthetic turn in den Kulturwissenschaften, während andere zur gleichen Zeit das »Ende der Ästhetik« verkünden.

Jürgen Riethmüller wagt unter Rückgriffen nicht nur auf die Klassiker der Ästhetik, sondern mehr noch auf neuere Ansätze der sprachanalytischen Philosophie, der empirischen Psychologie, des Poststrukturalismus, der Systemtheorie usw. eine Art umfassende kulturtheoretische Bestandsaufnahme dieses traditionsreichen Problemfelds. Ästhetik wird dabei gefasst als die »Wissenschaft von der Beurteilung und Beurteilbarkeit der Dinge, Handlungen und Vorstellungen der Welt, sofern das Urteil auf deren sinnliche Qualität abhebt«, also nah bei ihren neuzeitlichen Anfängen bei Baumgarten und Kant. Ausgangsthese der Untersuchung ist die Beobachtung ihrer leisen Aufgabe inmitten des herrschenden Zwangs einer Ästhetisierung aller nur denkbarer kulturellen Oberflächen.

Jürgen Riethmüller lehrt Kulturtheorie an der Merz Akademie Stuttgart und schreibt u.a. für die ZEIT und intro.

Weitere Publikation bei merz&solitude:
Jürgen Riethmüller: Kontrollgesellschaft außer Kontrolle. Perspektiven kritischer Theorie im Zeitalter der Globalisierung 780 Seiten, 13,8 X 22,4 cm, 37,80 Euro, ISBN: 978-3-937982-06-9

Reihe Reflexiv

In der Reihe Reflexiv, die in einem einheitlichen Format erscheint, werden Texte zum kulturellen Diskurs und zur Kunst veröffentlicht. Medientheoretische Arbeiten finden hier ebenso ihren Platz wie etwa soziokulturelle Analysen, Vorträge oder Ergebnisse von Symposien oder Essays zu Fragen des Designs und der Architektur.