Bildregime des Rechts

Jean-Baptiste Joly, Cornelia Vismann, Thomas Weitin

Bildregime des Rechts

Akademie Schloss Solitude
  • Seitenzahl: 322 Seiten
  • Preis: 14,90 Euro
  • Format: 13,8 x 22,4 cm
  • ISBN: 978-3-937158-15-0
  • Lieferbar seit September 2007
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Zwischen den Bildwelten und den Welten des Gesetzes gibt es vielfältige Überschneidungen. Eine der augenfälligsten dürfte die Szene vor Gericht sein, in der Bilder als Beweis und als Emblem vorkommen. Überwachungsvideos oder Fotos sollen einen Tathergang evident machen, Gerichtssaalarchitektur und Roben sollen der Justiz ein emblematisches Antlitz verleihen. Die Bereiche Recht und Bild überschneiden sich auch in Fragen zu Copyright und Urheberschutz. In der Rechtsgeschichte schließlich finden sich unzählige Fälle zum Thema Bild, Bilderstreit, Bilderverbot …

Die Frage nach den Bildregimen des Rechts verdankt ihre Aktualität jedoch auch der Beobachtung, dass der juridische Rahmen der Bilder zunehmend brüchig wird. Das Recht ist im Begriff, seine Hegemonie über Darstellung und Zirkulation von Bildern zu verlieren. Die gegenwärtige Rede von der Macht der Bilder signalisiert – wenn schon keinen Machtwechsel, so doch zumindest einen Machtverlust auf der Seite des Rechts.

Die im vorliegenden Band vereinten Aufsätze von Juristen, Politikwissenschaftlern, Kunsthistorikern, Philosophen und Literaturwissenschaftlern beleuchten aus interdisziplinärer Perspektive sowohl die Geschichte funktionierender Bildregime als auch die Folgen ihrer Störungen und Wandlung. Sie gehen aus dem von Cornelia Vismann und Thomas Weitin initiierten Symposium »Bildregime des Rechts« hervor, das im November 2005 im Rahmen des Programms art, science & business an der Akademie Schloss Solitude stattfand.
Bilderverbot …

Die Frage nach den Bildregimen des Rechts verdankt ihre Aktualität jedoch auch der Beobachtung, dass der juridische Rahmen der Bilder zunehmend brüchig wird. Das Recht ist im Begriff, seine Hegemonie über Darstellung und Zirkulation von Bildern zu verlieren. Die gegenwärtige Rede von der Macht der Bilder signalisiert – wenn schon keinen Machtwechsel, so doch zumindest einen Machtverlust auf der Seite des Rechts.

Die im vorliegenden Band vereinten Aufsätze von Juristen, Politikwissenschaftlern, Kunsthistorikern, Philosophen und Literaturwissenschaftlern beleuchten aus interdisziplinärer Perspektive sowohl die Geschichte funktionierender Bildregime als auch die Folgen ihrer Störungen und Wandlung. Sie gehen aus dem von Cornelia Vismann und Thomas Weitin initiierten Symposium »Bildregime des Rechts« hervor, das im November 2006 im Rahmen des Programms art, science & business an der Akademie Schloss Solitude stattfand.

Cornelia Vismann studierte Rechtswissenschaft und Philosophie in Freiburg, Hamburg und Berlin und war anschließend als Rechtsanwältin in Berlin tätig. Seit 2001 ist sie Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte in Frankfurt am Main. Sie erhielt Stipendien vom Wissenschaftskolleg zu Berlin (2002/2003) und vom Internationalen Forschungszentrum Kulturwissenschaften in Wien (2003/2004). 2005 war sie Gastprofessorin am Goldsmiths College und Birkbeck College of Law, University of London. Zahlreiche Publikationen, u. a.: Akten. Medientechnik und Recht (Frankfurt am Main 2001).

Thomas Weitin ist Juniorprofessor für Neuere deutsche Literatur im europäischen Kontext an der Universität Konstanz. Zuvor war er als Wissenschaftlicher Assistent am Germanistischen Institut der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster tätig (2004–2007). Von 2002 bis 2004 war er Postdoc-Stipendiat im Graduiertenkolleg »Codierung von Gewalt im medialen Wandel« an der Humboldt-Universität zu Berlin und am Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte in Frankfurt am Main, 2005 Humboldt-Fellow an der Johns Hopkins University, Baltimore. Habilitationsschrift: Zeugenschaft in der deutschen Literatur des 18. und 19. Jahrhunderts (Ms.). Jüngste Buchveröffentlichung: Urteilen/Entscheiden (hrsg. mit Cornelia Vismann, München 2006).

Reihe Reflexiv

In der Reihe Reflexiv, die in einem einheitlichen Format erscheint, werden Texte zum kulturellen Diskurs und zur Kunst veröffentlicht. Medientheoretische Arbeiten finden hier ebenso ihren Platz wie etwa soziokulturelle Analysen, Vorträge oder Ergebnisse von Symposien oder Essays zu Fragen des Designs und der Architektur.